4/28/2011

"Blogs sind noch nicht im Mainstream angekommen" -- The European Interview mit Stine Eckert


As you might deduce from the headline, this will be a German article on my blog or rather a tease toward it. I apologize to my English-language readers but as a consequence of my conference talk on Germans for the 2011 re:publica blog conference in Berlin April 13-15, I gave a few interviews to German media, which I thought I make accessible here for my German readers.

The European (Online magazine)
"Blogs sind noch nicht im Mainstream angekommen"
26. April 2011
von Bastian Steineck

„Blogs sind noch nicht im Mainstream angekommen“

Auch in Deutschland gewinnen Blogs an Bedeutung – ob für den Journalismus oder die Politik. Wie deutsche Blogger ihre Wirkmacht einschätzen, welche Themen sie besser bedienen können als klassische Medien und wie sich damit am Ende Geld verdienen lässt, erklärt die Blog-Forscherin Stine Eckert im Gespräch mit Bastian Steineck.

The European: „Hierzulande sind Blogger für traditionelle Medien als Internetphänomen interessant, als Qualitätsautoren werden sie allerdings nicht ernst genommen.“ Deckt sich diese These mit den Ergebnissen Ihrer Untersuchungen politisch-journalistischer Blogs aus Deutschland?
Eckert: Gegenstand für die Berichterstattung sind die Blogs unserer Erfahrung nach hauptsächlich für die bundesweiten Zeitungen wie die taz, die FAZ, die ZEIT oder den Spiegel. Im Lokalbereich gilt das allerdings nicht. Nicht nur, dass sie nicht zitiert oder befragt werden zu einem aktuellen internetbezogenen Thema – auch der Blog als solcher spielt unserer Studie zufolge kaum eine Rolle. Allerdings gibt es auch Regionen, in denen viele Menschen ihr lokales Zeitungsabo abbestellt haben. Ein Blogger hat berichtet, dass er mittlerweile als „die Presse“ wahrgenommen wird – ob das nun ein Blog oder eine Zeitung ist, spielt für die Menschen dort letztlich keine Rolle mehr. Die Blogger in unserer Studie sagen, dass die Lokalzeitungen sich bedroht fühlen, sie stecken noch immer in der Erstarrungsphase und versuchen, Blogs zu ignorieren, während die größeren nationalen Medien die Blogs als Inhalt der Berichterstattung wahrnehmen. „FAZ“, „taz“ oder „Spiegel“ betreiben ja heute sogar ihre eigenen Blogs, sie haben das Format übernommen und arbeiten damit. In den Lokalmedien ist man da meist noch nicht so weit.

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